GRAVE DIGGER
07.01.2000
Braunschweig

Anfang des neuen Jahrtausend hatte ich meine erste und auch letzte Heavymetal-Live-Erfahrung. Mit Manuel ging ich zu seiner Lieblingsband Grave Digger. Die Vorband White Skull hatte eine nett anzusehende Frontfrau aber wenig mir zusagende Musik. Ich war sehr verwundert und auch ein bischen genervt von den ganzen langhaarigen Bombenlägern, die sich um mich herum tummelten. Ich hatte schon Angst, dass sie beim Beginn vom Hauptact wild anfangen würden zu Headbangen und ich sämtliche Haarbüschel verschiedenster Typen ins Gesicht bekomme. Jedoch war diese Angst unbegründet. Wärend des Konzertes begnügten sich die Heavymetal-Freaks mit eher gesitettem Rumstehen und ab und zu heben der Arme. Nette Feuereinlagen werteten das Konzert auf und irgendwann war es auch vorbei, das Gekreische des Sängers.
Ich muss sagen, das ist nicht meine Musik. Auch die Stimmung war gegenüber Konzerten wie bei Rammstein, OOMPH!, In Extremo usw. sehr gesetzt.

IN EXTREMO
26.05.2000
Magdeburg

Wiederum begab ich mich, diesmal mit Sebi nach Mageburg in die Factory, um...ja, um Weissglut live zu sehen. Irgendwie hatte ich gehört und mir bis dato eingebildet, dass tatsächlich Weissglut dort diesen Tag auftritt. Jedoch als wir in der City diverse In Extremo-Plakate bemerkten, dachten wir scheisse. Aber auch wieder nicht, denn In Extremo wollten wir auch schon immer mal live sehen. So kann´s also kommen...
Die Vorband Shock war ganz gut, jedoch war der Sänger mit offenem Hemd und seinen langen Haaren nebst Ventilator vor ihm (damit er schön vom Winde verweht singen konnte ) eher lächerlich.
Dann ging´s los, In Extremo. Super Musik, super Stimmung. Wir hatten ´ne Menge Spass und wollten wiederum mehr davon!

OOMPH!
02.06.2000
Hannover

Endlich das langersehnte zweite Konzert von OOMPH! in Hannover am Rande der Expo. So hausten auch rund um das Faust jede Menge barfüssige Expogegner mit verpfilzten Haaren und zuviel Freizeit.
Die Vorband war Casandra Complex, bis dahin für Denis, Sebi und mich unbekannt, aber dieser Auftritt war nach einigen Jahren wieder der erste der Altmeister. Besonders Denis war zunächst sehr begeistert von dieser Band.
Dann oomph!te es wieder los, wie immer geil, haben ´ne Menge Spass gehabt. Der Nachteil am Faust generell ist jedoch, dass vor der Bühne zwei Pfeiler stehen, durch die man manchmal nicht freien Blick auf die Bühne hat. Nach dem Konzert gingen wir wieder zum Auto, und wen sahen wir: Crap, den einen Guitarristen (mit Haaren) von OOMPH!. "Crap, Crap" stürmte ich ihm entgegen. Wir gratulierten ihm zu dem guten Gig usw. aber wirklich gesprächig war er nicht. Trotzdem super, einen von OOMPH! mal zufällig zu treffen.

SALZWEDELER
PARKFEST
01.07.2000
Salzwedel

Auf Grund der genialen 20 DM für die Tageskarte begab ich mich mit Jörg nach Ostdeutschland in die kleine Stadt Salzwedel, um OOMPH!, In Extremo und Nina Hagen live zu sehen. Bei super Wetter kamen wir in Salzwedel an und mussten erstmal das versteckte Parkfest finden. Als ich mit meinem Auto die Parkplätze des Festes befuhr, stieß ich beinahe mit einem weißen, alten Bus zusammen. Und wer saß drin? OOMPH! !!! Das Fest fing somit gut an. Das Ganze war so ein Familienfest mit Springburg für Kinder und dann solche Bands! Es gab 2 Bühnen, die große hinter einem kleinen Tümpelbach, ohne irgendwelche Absperrungen. Auf dieser Bühne spielten im Laufe des Tages die Newcomer Reamonn, welche unter dem Gekreische von kleinen Mädchen 3 Mal Supergirl spielten, weil sie wohl noch kein konzertfüllendes Set haben.
Der Auftritt von OOMPH! war auf der kleinen Bühne, wobei die wilde Menge vor der Bühne so rumflippte, sodass immer wieder schön viel Staub aufgewirbelt wurde. Leider wurde die Single Fieber nicht im Duett mit Frau Hagen zum Besten gegeben, wobei dieses Parkfest eine gute Möglichkeit darstellte. Nicht so schön fand ich, dass immer wieder Kurzhaarige das Lied Gleichschritt forderten, man ist dort halt in Ostdeutschland... Am Ende hatte ich noch das Glück, Léo´s Stick zu fangen
Danach spielten auf der "Tümpelbachbühne" In Extremo. Schöne Stimmung und eine Menge Feuer machten den Auftritt sehr sehenswert.
Als Abschluss sollte Nina Hagen aufreten, jedoch kam und kam die Frau nicht auf die Bühne. Nachdem wir über eine Stunde gewartet hatten, war es für uns genug und wir fuhren trotzdem zufrienden gen Heimat.

14.30-15.45 Buzz Jones Big Band
15.45-16.45 Di Grine Kuzine
17.00-17.30 Vorwärts Grinsen
17.30-18.00 Rosenfels
18.00-18.30 Morningwood
18.30-19.45 Reamonn
19.45-21.00 OOMPH!
21.00-21.30 Rosenfels
21.45-23.00 In Extremo
23.15-00.45 Nina Hagen & Band

IN EXTREMO
21.06.2000
Hannover

Nachdem ich in einem kleinen lokalen Blatt namens Indigo bei einem Gewinnspiel mitmachte, um In Extremo-Karten zu gewinnen, konnte ich dann auch mit Denis nach Hannover aufbrechen, um die Band kostenlos zu sehen. Wir hatten eine Kamera mitgenommen, um endlich mal die tolle Show aufzunehmen. So versuchten wir 90 min lang abwechselnd die Kamera ruhig haltend auf die Bühne zu richten. So standen wir dieses Konzert recht teilnahmslos irgendwo rum. Jedoch hatten wir dummerweise die Kamera nicht auf die Dunkelheit der Location eingerichtet und so sahen wir dann zu Hause am Fernseher gut wie nischt...dumm gelaufen, aber das Konzert war ja doch praktischerweise umsonst.


M´ERA LUNA
FESTIVAL
12.08.2000
Hildesheim

An diesem heißen Wochenende starteten Denis, Jörg, Sebi und ich zu unserem ersten richtigen Festival, zum Gothic- EBM-Festival in Hildesheim. Am Fr haben wir uns dort auf dem Campingplatz breit gemacht und ordentlich einen getrunken und gefeiert. Dazu haben wir uns teilweise ordentlich die Gesichter zugemalt und die Haare buntgesprüht.
Am Sa ging das Festival um 11.00 los. Im Hangar sahen wir zu Beginn Zeromancer, ein guter Auftritt. Um 11.40 trat auf der Hauptbühne eine Band namens Letzte Instanz auf. Flippige Typen, mit bemalten Gesichtern machten richtige geile Musik im Rock/Mittelalter-Mix. Richtig gute Stimmungsmusik und ein Sänger mit einer richtig geilen Stimme. Seitdem Erlebnis sind wir inzwischen große Instanz-Fans.
Um viertel vor 3 spielten dann Tanzwut auf der Hauptbühne, worauf wir uns schon im Vorfeld freuten und nicht entäuscht wurden. Direkt danach spielten Cassandra Complex im Hangar, welche wir erst ein Monat vorher im Vorprogramm von OOMPH! in Hannover sahen. Jedoch war Denis nun nicht mehr so von dieser Band begeistert. Das lag auch vielleicht daran, dass der Sound im Hangar eher schlecht ist. Danach spielten im Hangar L´ame Immortelle und darauf Umbra Et Imago, wobei Denis und Jörg entnervt zu den Zelten gingen, da die Drängelei im Hangar oft unerträglich war. Aber wären sie lieber dageblieben, denn Sebi und ich durften uns die bis dahin uns unbekannten Umbras anschauen... Haut schon rein, wenn man solch eine Show das erste Mal live sieht. Nackte Brüste, Feuer, ein seltsamer Kerl von Sänger und schließlich eine derbe französische Einlage des Sängers mit einer der Nackedei-Frauen...
Um halb 8 spielten die Spass-EBMer von And One. Gute Stimmung bei einem guten Auftritt. Weiter spielten um 21.00 die Tennie-Gothic-Band HIM auf der Hauptbühne. Man kannte das ein oder andere Lied, aber sehr nervig, dass sie jedes Lied am Ende unendlich in die Länge zogen. Das hat aber die ganzen Teenie-Fans nicht gestört, die ständig kreischten, also kreischten wir mal aus Spass mit. Den letzten Act des Abends The Sisters of Mercy hörten wir größtenteils vom Zelt aus, da die Auftritte von dem eher langweilig sind. Einzigst als ich das Lied Temple of Love vernahm, war ich sehr happy, eines der besten Lieder überhaupt.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von OOMPH!. Und es war so scheiss heiss, weit über 30 Grad, und bei den Temperaturen knallt das warme bier natürlich noch mehr. Wegen des Wetters wurde so auch eine Sprenkelanlage aufgestellt, bei der immer hoher Andrang war. Aber andere sind noch schlauer, denn eine nette Dame lief auf dem Festivalgelände splitternackt rum, alleine der Fotobeweis fehlt mir, leider. Nachdem am frühen Nachmittag eher Schnarchmusik auf der Hauptbühne zu hören war, kam der oomphsche Wahnsinn in der brühtenen Hitze näher. Der Auftritt von OOMPH! war einfach der Hammer! Der beste, den ich überhaupt miterlebt habe. Sie fetzten sämtlichen schwarzen Gestalten die Leichenstarre aus dem Leib. Dero ließ sich wie üblich mehrmals von den Fans tragen und es ging vor der Bühne derart ab, dass ständig riesen Staubwolken aufstiegen und sämtlichen Fans die Atemwege verklebte. Der Auftritt gefiel anscheinend auch der Band sehr gut. Im Forum auf ihrer Homepage suchten sie händeringend nach irgendwelchen Aufnahmen der Fans von diesem 50 min Gig.
Danach waren wir derart ausgepowert und gegrillt von der Sonne, dass wir bschlossen, gen Heimat aufzubrechen, ohne Bands wie VNV Nation oder Projekt Pitchfork sehen zu können. Jedoch war uns klar, dass wir irgendwann wiederkommen.

Samstag Hauptbühne

11.00-11.20
11.40-12.10 Letzte Instanz
12.35-13.15 The House of Usher
13.40-14.20 The Godfathers
14.45-15.25 Tanzwut
15.50-16.30 Faith and the Muse
16.55-17.40 Marc Almond
18.05-19.05 The Mission
19.30-20.30 And One
21.00-22.00 HIM
22.30-24.00 The Sisters of Mercy

Hangar

11.20-11.50 Zeromancer
12.10-12.50 The 69 Eyes
13.15-13.55 Lithium
14.20-15.00 Suicide Commando
15.25-16.05 Cassandra Complex
16.30-17.10 L´Ame Immortelle
17.40-18.35 Umbra Et Imago
19.05-20.00 Haggard
20.30-21.30 Anathema
22.00-23.00 Tiamat


Sonntag Hauptbühne

11.00-11.25 Merlons
11.40-12.05 Stromkern
12.20-12.55 Illuminate
13.10-13.50 Madrugada
14.10-15.00 OOMPH!
15.25-16.10 Rosenfels
16.35-17.25 Anne Clark+Band
17.50-18.50 Phillip Boa
19.20-20.20 Fields of the Nephilim
20.50-22.00 Projekt Pitchfork

Hangar

11.25-11.45 Near Dark
12.05-12.35 Mila Mar
12.55-13.20 Estampie
13.50-14.30 Diary of Dreams
15.00-15.40 Aenima
16.10-16.55 Evil´s Toy
17.25-18.20 Funker Vogt
18.50-19.50 Velvet Acid Christ
20.20-21.20 VNV Nation


OOMPH!
14.09.2000
Braunschweig

Noch begeistert vom M´era Luna-Auftritt, begaben Denis und ich, dazu seine Freundin Anika und Steven uns auf ins Jolly nach Braunschweig, um OOMPH! zu erleben. Kurz vor dem Jolly dann mein Lapsus, ich hatte meine Karte vergessen. Musste ich mir also eine neue direkt vor Ort holen. Den Anfang machten die Farmer Boys aus Stuttgart. Hammerharte Guitarren und irgendwie witzige weiße Palmen zierten die Bühne. Dann folgten OOMPH!. Wie immer geil, wobei das Jolly als Konzertkulisse unglücklich ist, da die Bühnenplattform derart hoch ist, das man immer schön hoch schauen musste und Dero nicht einfach so von der Bühne aus ins Publikum sprigen konnte. Als Tobi, der Bassist voller Euphorie sich von den Fans tragen ließ, habe ich ihm erstmal, schwups, mein drittes oomph!sches Souvenir gemopst, sein verschwiztes Handtuch. Ob nun Defekt, Feiert das Kreuz, Gekreuzigt oder Mitten ins Herz, die Songs krachten alle so richtig. Denis meinte sogar, er fand diesen Auftritt am geilsten von allen, was wohl am seinem diesmal höherem Biergenuss lag. Nach dem Konzert wurde auf jeden Fall erstmal in Richtung Hamburg gestichelt, wie geil das Konzert war und das Sebi es nicht miterleben konnte.

DARK STORM
FESTIVAL
27.12.2000
Magdeburg

Zur ruhigen Weihnachtszeit fuhr ich mit Sebi nach Magdeburg, um u.a. die Letzte Instanz das zweite Mal zu sehen. Los gehen sollte es mit der Instanz. Als wir am Merchandising-Stand der Band rumlungerten, dachten wir, einen Musiker der Instanz zu treffen. Aber es meinte, dass er es nicht wäre, er selber nur ein Fan sei und er schon öfters verwechselt wurde. Als sie anfingen zu spielen, war uns klar, dass er uns ein wenig veräppelt hatte, da stand er doch dann tatsächlich auf der Bühne. Geiler Auftritt, haben geil gerockt und gute Stimmung verbreitet. So konnte es super mit Zeromancer weitergehen. Auch geile Liveband, da ihr Hammersound schon ganz schön rockt. Zu erwähnen bleibt das große Quake-Zeichen-Tatoo des Sängers auf seinen Rücken. Zwischendurch war Sebi damit beschäftigt, ein kleines Muckiemännchen vollzuquatschen und auszufragen, wie der solche Muckies bekam. Als nächstes spielten ein hartes EBM-Duo aus Mexico, Hocico, welche uns bis dato unbekannt waren, jedoch sich ganz gut anhörten. Dann speilte die Scharchnase Phillip Boa mit seinem hauseigenen Voodooclub. Ich finde den Typen immer wieder langweilig, aber igendwie ist er immer duch einen dummen Zufall gerade auf dem Festival, welches ich auch besuche. Dann spinnten als Finale And One drauflos, u.a. mit ihrem Lied Pimmelmann. Fröhliche Beats und ein schicker Tanzbär, und zwischen den Pausen ein dicker Bär der schön viel Blödsinn redet. Nicht falsche verstehen, ich finde die Band nicht verkehrt.