FEUERENGEL
12.07.2003
Vinstedt bei Uelzen

WOODSTAGE FESTIVAL
19.07.2003
Glauchau bei Chemnitz

11.30-11.55 Boo
12.15-12.55 Letzte Instanz
13.15-13.55 De Vision
14.15-14.55 Blutengel
15.15-15.55 OOMPH!
16.15-16.55 Such a Surge
17.15-17.55 Covenant
18.15-19.05 Phillip Boa
19.25-20.15 JBO
20.35-21.25 18 Summers
21.55-22.55 Fury in the Slaughterhouse
23.30-00.45 Wolfsheim

SILBER
25.10.2003
Köln

Mit meiner Freundin Nadine begab ich mich extra nach Köln, um die Release-Party der Gruppe Silber mitzuerleben. Silber ist aus der Gruppe Weissglut entstanden, welche über 1 Jahr vorher aufgelöst wurde. Der Gig war in einer kleinen Szene-Kneipe namens Blue Shell. Schätzungsweise 150 Menschen fanden in dieser Location Platz. Nachdem die Vorband fertig war, musste die Band ihre Instrumente durch den Pulk von Menschen auf die Bühne wuchten.
Schließlich ging es los. Die Band knallte von ihrer "Augsburger-Puppenkiste-Bühne" drauflos, wobei der Sound doch ziemlich gut war, nicht zu laut oder so. Das erste Lied war der Knaller Flieg, gefolgt von den restlichen Liedern ihres Debütalbums. Außerdem spielten sie völlig neue Lieder des wohl nächsten Albums. Songs aus der Weissglut-Zeit wurden leider nicht zum Besten gegeben, da ich Weissglut nie live gesehen hatte. Als Zugabe spielte Silber auf English einen Spliff-Hit, und als letztes nochmals ihren Clubhit Flieg.
Wirklich ein guter Auftritt, kraftvoll, gefühlvoll, hart und professionell. Nur der Rahmen schien ein wenig zu klein zu sein. Man musste andauernd Angst haben, dass der Sänger sich am Ventilator ca. 15 cm über ihn sich etwas antat. Gerne werde ich sie mir nocheinmal live ansehen, in einem vernünftigen Rahmen auf einem Hallen-Konzert.

LETZTE INSTANZ
01.11.2003
Hannover

Mit Robin bin ich, für mich bereits das 3.Mal, nach Hannover ins Faust gefahren, um endlich ein Einzelkonzert der Letzten Instanz zu sehen.
Die Vorgruppe Undergod war eine 3er-Formation, mit recht guter, Zerromancer-ähnlicher Musik. Los ging´s mit Salve te und einer fetten Lichtshow.
Da diese Tour als Vorlage für eine Live-DVD dient, fuhren sie eine super Lichtshow und 2 Leinwände auf, auf denen verschiedene Filme zu den jeweiligen Liedern gezeigt wurden. Zu Beginn war der Laden noch nicht proppenvoll und die Stimmung recht verhalten, was sich beides nach ca. 20 min völlig geändert hat. Die 9 Musiker heizten den Massen gut ein, auch immer wieder durch ein Art Intermezzo in Form von Instrumentaltracks. Zwischendurch führte die Band Zaubertricks vor, wobei u.a. der "weggezauberte" Musiker nach einer Explosion verschwunden sein sollte, aber es fiel irgendwie doch auf, dass er geduckt von der Bühne robbte.
Immer wieder "toll" sind im Faust die beiden Säulen direkt vor der Bühne, über welche sich der Sänger des Öfteren "freudig" äußerte. Nach vielem Rumgeknipse war mein Film voll und dank des langen Konzertes war es ohne weiters nicht tragisch, raus zum Auto zu rennen, um einen neuen Film einzulegen.
Beim letzten Lied sollte sich das ganze Publikum auf den Boden setzen und die Feuerzeuge rausholen, und so ging das gute Konzert entspannt zuende. Nach dem Konzert sahen wir draußen hinter einem Fenster im ersten Stock den Sänger in der Umkleide, worauf Robin´s versteckte Groupiegene herausbrachen und er anfing laut zu schreien: "Ihr dürft nicht aufhören! Ihr seid die größten! Ich will ein Kind von dir!..." Der Frontmann der Instanz winkte unserem Heimweg grinsend nach...




MARILYN MANSON
19.11.2003
Hamburg

Wegen der Ankunft des Oberhauptes der Schwarzen in der Hansestadt begab ich mich zu Sebi nach Hamburg. Nachdem Sebastian, Lars (der auch beim Woodstage 2003 dabei war) und ich bei Sebi ein wenig vorgebrannt hatten, liefen und fuhren wir recht spät zur Color-Line-Arena gleich neben der AOL-Arena, da die Vorgruppe nach Höhrproben uns recht beschissen sein schien.
Vor dem Eingang steckte ich mir meinen Fotoapparat in meine Hose in die Genitalregion, damit sie von dem "Fummlern" am Eingang nicht entdeckt werden konnte. Jedoch fasste mir der Herr frecherweise unerwartet in diese Körperregion, sodass er die Kamera auf jeden Fall fühlte. Ich behauptete verzweifelt: "Da ist nix, das ist mein Sack!". Und wie durch ein Wunder glaubte er mir diese schwache Ausrede!
Wir betraten das Rund, das 11.000 Menschen Platz bot. Die Vorgruppe war wie erwartet schrecklich, eigentlich das aller schlechteste, dass wir je gesehen haben. Dann wurde umgebaut und der Auftritt von Herrn Manson nahte. So versuchten wir uns durch die Massen nach vorne zu bewegen, aber was war das?! Ungefähr 50 Meter vor der Bühne war eine Absperrung, hinter der nach Auskunft der Sicherheitsmenschen die ersten Tausend Fans sich aus Sicherheitsgründen alleine mit viel Platz befanden. So ein Scheiß! So was hatte ich bei einem Konzert noch nie erlebt. Aber Sicherheit geht halt vor und der Veranstalter Scorpio wird schon seine Gründe haben.
Dann ging´s los. Manson kam mit seiner Band auf die Bühne und reihte in dem Set Hit an Hit. Nach wenigen Minuten wurden ein Hand voll Fans in den abgesperrten Bereich direkt vor die Bühne gelassen, darunter auch Sebi, Lars und ich. Yuhuu! was für ein Glück. Und endlich konnten wir Herrn Manson von Nahen betrachten und ich konnte endlich vernünftige Fotos machen, so dachte ich jedenfalls.
Als ich die ersten Male drauflos blitzte, forderten mich die Sicherheitsleute in der ersten Reihe auf, damit aufzuhören. Dann kam sogar eine kräftige Gestalt von hinten durch die Menge und hielt mich heftigst an, doch nun auf das Fotomachen zu verzichten. Dazu kam noch das aberwitzige Rauchverbot während des Konzertes... Wenn ich gerade schon beim Miesmachen bin, muss ich noch ein paar Worte über Marilyn Manson verlieren. In Videoclips und bei TV-Auftritten kommt der Antichrist-Superstar beispiellos böse, hässlich, diabolisch und bizarre rüber. Er besitzt auf diese Weise eine einzigartige Aura, unnahbar und "gottesähnlich". Jedoch muss ich sagen, dass dies für mich live an diesem Abend nicht unbedingt der Fall war. Diese Aura ging für mich live weitäsgehend verloren.
Da haben mich die beiden Tänzerinnen doch schon mehr angesprochen ;-) Sehr erotisch tanzten und verbogen sich die beiden Damen, nur die dicken Popos wunderten mich sehr. Jedoch bemerkte ich irgendwann (ich hatte schließlich meine Brille nicht auf) die hautfarbenen "Pokissen" an dem Besagtem, welche das Hinterteil unproportional groß erscheinen ließ. Damit hineingehend wohl das jahrelange Konzept von Manson, "dass Hässlich auch Schön wirken kann". Faszinierend und obskur war eine Frauen-Menschmaschine, welche sich auf der Bühne fortbewegte. Von der Hüfte abwärts, sowie vom Hals aufwärts schien die Frau echt zu sein, jedoch der restliche Körper der Tänzerin, der Rumpf war maschinenartig, metallisch und man konnte teilweise durchschauen. Als weitere nennenswerte Einlage hockte sich eine der Tänzerinnen auf ein Podest seitlich zu den Zuschauern und Manson steckte sein Mikrofon in ihren Allerwertesten und er hing an ihrem Hinterteil und sang in das hinausschauende Mikro...
Die Stimmung war ganz gut, aber auch nicht so überragend, wie ich gedacht hätte. Besonders das Poggen fehlte gänzlich, auch leider bei meinem Lieblingssong Beautiful People. Lediglich beim letzten Lied, der zweiten Zugabe wurde ein wenig gepoggt, aber dann war das Konzert nach 90 min auch schon plötzlich zu Ende und unterm Strich zu kurz.