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BENEFIZ-MUSIK HILFT! 06.02.2005 BRAUNSCHWEIG
Auf Grund der Flutkatastrophe in Südost-Asien kam im Jolly Joker ein Benefiz-Abend mit regionalen Bands zu stande, wobei der Erlös der Eintrittskarte (15 €), sowie die Hälfte der Einnahmen der Getränke an die Flutopfer gehen sollten. Mit von der Partie waren die Bands OOMPH!, Rosenfels, Jazzkantine, Headshot, Bionic Brit und Sonit.
Unserseits mit von der Partie waren meine Wenigkeit, meine Freundin Nadine, ihr Bruder Michael, Denis, Robin, Mareen und Anka. Angekommen im Jolly, konnten wir gleich Leo und Dero begrüßen, sowie zahlreiche weisse Gestalten aus dem OOMPH!-Forum, darunter u.a. Perdita und die Ulli. Gespielt wurde den Abend auf 2 Bühnen, so postierten wir uns zentral dazwischen und tranken für den guten Zweck (3 € das Bier + 4,50 € Vodka Lemmon...bist du gelähmt!)
Gut gefallen haben uns bis zum Höhepunkt des Abends Rosenfels und besonders die Jazzkantine. Auf der kleinen Bühne spielten dann als vorletzte Band Headshot, 4 Bombenleger aus Überzeugung...
Danach sollte es dann losgehen, 75 min OOMPH!. Ein Teil von uns hat sich vor die Bühne gekämpft, der andere Teil begutachtete das Ganze lieber aus sicherer Entfernung. Vor der Bühne traf ich dann den Thorsten + Kumpels, mit denen wir schon mal zum Megaherz-Konzi waren. Denis´und meine Befürchtung war wieder einmal zurecht, dass durch die verkürzte zur Verfügung stehende Zeit,
einige Klassiker wie "Feiert das Kreuz" nicht gespielt wurden. Jedoch empfanden wir den Auftritt wenigstens etwas besser als den entäuschenden vom M´era Luna´04.
Zu erwähnen bleibt noch dieses neue Phänomen seit des Erfolges von Augen auf, dass immer wieder irgendwelche kleine Mädchen während OOMPH!auftritten aus dem Nichts heraus recht rabiat werden. So ging ich zu irgendeinem Lied X ab und plötzlich merkte ich, wie ich einen Tritt gegen das Schienbein bekam...???...wieder mal ein kleiner OOMPH!-Guppy...und ich dachte die wären schon lange wieder weg. Augen auf ist doch nun schon wirklich viele Wochen nicht mehr in den Charts, oder was?
So bekamen Thorsten und ich noch öfters von diesem laufenden Meter einen ans Schienbein, wenn wir ihr bei leichtem Mitgehen zur Musik auch nur etwas zu nah kamen...Als ich bei meinem Anti-Song Sex hat keine Macht mein übliches Protest-Buhhhen gab, kriegte ich gleich mehrere Tritte ans Bein...Is ja auch echt supi, dass du deine Band der Stunde so energisch verteidigst. Es tut mir leid, ich wollte dir den Auftritt echt nicht versauen. Das nächste Mal im Jolly werde ich bei
Augen auf, Brennende Liebe und Sex hat keine Macht ganz ruhig da stehen und keinen Mucks von mir geben und nach den 3 Liedern gehst du wieder nach Hause auf deinen Ponnyhof und liest deine Wendy, ok?
Naja, nichts desto trotz war es doch ein netter Abend mit 7 Leuten, Spass gehabt und auch noch etwas gutes Getan, was will man mehr?!
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MEGAHERZ 04.03.2005 HANNOVER
Nachdem Megaherz ihren Sänger Alexx verloren haben und nach langem Hin und Her ein Neuer seine Stelle einnehmen sollte, ging es ein zweites Mal auf nach Hannover ins Faust, um den neuen Hernn Gesange Matthias zu begutachten.
Eigentlich hatte es uns nach den ersten mal Megaherz live 2002 gereicht, wo wir keineswegs von dem Auftritt begeistert waren, aber neuer Sänger, neues Spiel, neues Glück.
Nachdem Denis, Robin und ich einen recht unüblichen langen Weg zum Konzert nach Hannover einschlugen, kamen wir recht spät vor den Toren des Faust an.
Draussen dröhnten uns schon recht megaherzliche Töne entgegen, und wir dachten schon, wir hätten den Anfang verpasst. Aber zum Glück spielte noch die Vorband Die!, bei deren Klänge man erst denken konnte, hier spiele eine Megaherz-Coverband. In der Tat war die Musik recht artverwandt, was uns natürlich zu gefallen wusste.
Übrigens lies ich mir nach dem Auftritt am Merchandinsing vom Sänger erklären, dass der Bandname nicht englisch im Sinne von Sterbe! ausgesprochen wird, sondern deutsch im Sinne von "DIE! ja genau DIE da!"
Ja, das Faust war wie vor 3 Jahren recht spärlich gefüllt, aber auch nicht weniger als damals, wobei das Publikum teilweise recht ansprechend war ;o) (siehe Fotos) und jeder zweite irgendwie ein Rammstein-T-Shirt getragen hat.
Dann sollte es los gehen, und man konnte sich mühelos vor der Bühne postieren, um ein paar schöne Fotos zu machen. Die Band krachte mit Mein Herz schlägt drauflos und von der ersten Minute an war klar, dieser Sänger ist auch nicht von schlechten Eltern. Wirklich eine klasse Stimme, eigentlich besser als auf dem Album, welches ehe nicht sooo zu begeistern weiss.
Beim zweiten Lied knöpfte der Matthias sein Hemd auf bis er beim dritten Lied mit freien Oberkörper da stand, worauf einige Mädels voller Inbrunst auch gleich forderten "Aaaanziehen! Aaanziehen!" Der Neue ist nun wirklich schlecht beraten, wie Gott ihn teilweise schuf, auf der Bühne rumzuzucken...!
Richtig geballert haben Lieder wie Beiß mich, Miststück, Herzblut, Glass und Tränen, Ja genau und auch die neue Version von Gott sein war akzeptabel. Also gab es auch eine Reihe alter Klassiker, wobei wir vor dem Auftritt Bedenken hatten, ob sie überhaupt die alten Songs spielen (dürfen), welche aus Alexx´ Feder stammen.
Unterm Strich kam uns das Konzert recht kurz gehalten vor, jedoch hatte uns das Konzert an diesem Abend irgendwie einiges mehr gegeben als das vor 3 Jahren mit dem Alexx... Während dem Konzi habe ich dann natürlich den Thorsten getroffen, mit einem seeeehr schönen T-Shirt, vorne "OOMPH!", hinten "Die Nr.1 aus Wolfsburg" ;o) -so ein Sack! Thorsten hingegen war von dem Auftritt garnicht begeistert, da ihm der Neue mit seinem Erscheinungsbild auf der Bühne überhaupt nicht zusagte.
Wir 3 fuhren auf jeden Fall zufrieden gen Heimat nach Wolfsburg!
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WELLE:ERDBALL 27.03.2005 BRAUNSCHWEIG
Am Ostersonntag ging es ab ins Jolly, um für 5 € plus Freigetränk die Band Welle:Erdball anzusehen.
Auf dem Flyer zu diesem Abend wurde der Auftritt der Band eigentlich eher beiläufig erwähnt, im Gegensatz zu dem
DJ-Einsatz des Herrn Dero, seines Zeichens Sänger der lokalen Combo OOMPH! ;o)
So sind meine Wenigkeit, Nadine, Mareen, Robin und Denis (der Doofie, der nun den OOMPH!-Aufkleber von seinem Auto
verbannt hat) :o(), gegen 22 Uhr im Joker eingetroffen. So ist mir auch gleich der/die alte Guppy ;o) Ulli aus dem OOMPH!
-Forum über den Weg gelaufen, die auch von der Anwesenheit von anderen Fans ;O) aus dem OOMPH!-Forum zu berichten wusste, u.a.
auch von der Perdita, die dort ihren Geburtstag nachgefeiert hatte.
Kurz nach 23 Uhr sollte der Auftritt von Welle:Erdball
aus Hannover dann auch losgehen, Robin und Mareen postierten sich in die 1.Etage des Jollys, um einen Überblick aus sicherer
Entfernung zu haben. Meine Freundin Nadine, Denis und ich schoben uns hingegen in die Massen, um den Auftritt aus nächster
Nähe zu verfolgen. Den anderen beiden fiel schnell auf, dass sich die ganzen Lieder des Sets eigentlich ziemlich gleich
anhöhren. So ist das halt bei Welle:Erdball, ganz großer Minimalismus. Ich sah sie an diesem Abend bereits zum
5. Male, ohne eine einzige CD von ihnen zu besitzen, vielleicht auch nicht ganz ohne Grund... Hingegen ist die Performance der
Band doch immer sehr ansehnlich und die Musik überhaupt mal was anderes, ganz ohne E-Guitarren, herköhmlichen
Schlagzeug oder Bass, wie man es gewohnt ist. Die beiden Frauen lieferten wie immer neben Sänger und Keyborder eine
ganz normale Show in ihren 50er Jahre Klamotten, bis sie bei dem Song Telefonsex hinter 2 Wänden verschwanden, wo man an
ihren Schatten erahenen konnte, dass sie sich splitternackt entkleiden. Im Laufe des nächsten Tracks kamen sie ungwohnt
aufreizend daher, beide in Ledermontur von oben bis unten, und natürlich wieder mit Sonnenbrillen.
Nachdem zu Beginn des Gigs die Stimmung doch eher verhalten war, wurde sie mit Fortschreiten des Konzertes immer besser, bis
bemerkenswerter Weise, die Stimmung regelrecht euphorisch wurde. In Massen wurde zu dem C-64 Sound getanzt.
Zu dem Lied Starfighter warf der Sänger Papierflieger ins Publikum und zum späteren Zeitpunkt regnete es riesen rote
Welle:Erdball-Ballons vom Himmel.
Der persönliche
Höhepunkt für mich deutete sich an, als der Sänger die Tonne nach vorne holte und DER Song Arbeit adelt!
anfing, und der Frontmann mit seinem Schlegel im Takt auf die Tonne eindrosch. Mit Nadine´s Schnip-Schnap stellte ich
mich dann in die 1. Reihe, um ein paar Bilder aus nächster Nähe zu machen. Leider musste ich mit der
Kamera ohne Zoom auskommen, da meine kurz zuvor den Geist aufgegeben hat und partout keine Fotofilme mehr annehmen wollte,
verdammte Technik sag ich da welle-mäßig nur!
Zurück zum Gig. Der Sänger war sichtlich begeistert von der Euphorie der Zuschauer und die Akteure stießen
mit Sekt ihr Bandjubiläum auf der Bühne an. Nach 3 Zugaben inklusive dem Song Minimal war der Auftritt zu Ende
gegangen und Nadine erzählte mir, wie sie beim Auftritt fast eigenschlafen wäre...so viel Begeisterung auf einmal... :0)
Nach dem Konzert sollte gleich der DJ-Auftritt von Dero losgehen und so gingen wir wieder nach oben zu den anderen beiden
und schon sahen wir da unten auch den Dero in der Nähe des Mischpultes rumstehen, wie gewohnt in zivil mit seiner
schmückenden Feuer-Mütze. Wenn er da gerade nicht, wie bestellt und nicht abgeholt, da stand, brätzelten ihn
hin und wieder ein paar Leute zu, die dann teilweise, befriedigt danach eine Autogrammkarte ihr Eigen nennen konnten.
Alle paar Minuten handtierte Dero in einer riesen CD-Sammlung herum und zog den ein oder anderen Tonträger heraus,
ob die CDs nun in seiner eigenen Tasche landeten für den Heimgebrauch ;-) oder Dero für einen anderen Zweck die CDs
raussuchte, blieb uns verborgen. Wir waren uns ehe garnicht sicher, ob er der Verantwortliche für die gerade laufende
Bum-Bum-Musik war, oder er noch auf seinen Auftritt gewartet hat. Es war wirklich nicht ersichtlich, wer dort die Musikstücke
kunstvoll hintereinander setzte. Wenn es tatsächlich schon zu diesem Zeitpunkt Deros Aufgabe war, dann hat er lediglich
die CDs rausgesucht und den Jolly-Fritzen in die Hand gedrückt.
Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt: Wie bei einem hippen Rave, wo der DJ am Anfang vorgestellt wird und der dann
eine irre Show darbietet, mit coolen Zwischenrufen wie "Jetzt geht´s los!" und "Yo, Yo, das geht ab!". Dazu scratscht der DJ
wie wild am Plattenteller und zieht ab und zu mit ´nem 500€-Schein ´ne Line von der Vinylplatte, worauf der Akteur wie wild
rumzappelt und die Arme in die Höhe streckt und mit geballter Faust den Bass der Masse um die Ohren haut.
Aber Dero stand einfach nur da... Es war gegen halb 2 und so sind wir ab nach draussen um die Heimreise anzutreten.
Vielleicht hatte Dero wirklich noch auf seinen Einsatz gewartet, und als wir raus waren begann Deros Auftritt und uns ist
diese irre Szenerie, wie wir uns sie vorgestellt hatten, entgangen...schade ;o)
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RAMMSTEIN 26.06.2005 BERLIN
Im Vorfeld habe ich Ausschau für billigere Einrtrittskarten bei Ebay gehalten, da 55 € pro Karte wohl eine mittelgroße Schweinerei darstellt. Aber 4 nahezu ausverkaufte Gigs hintereinander in der Berliner Wuhlheide,
mit insgesamt über 60.000 Leuten zeigt, dass die Preise gezahlt werden... Bei Ebay wurden auch massig Karten versucht abzusetzen, mit dem beliebten Aufhänger, die Konzerte wären ja restlos ausverkauft...ha ha...
Dass ich 2 Karten für rund 70 € ergattern konnte, zeigt wohl, dass das mit dem "ausverkauft" leicht an der Wahrheit vorbei ging :o)
So ging es für Micheal, den Bruder meiner Freundin so gegen 15.00 ab gen Hauptstadt, da 17.00 Einlass seien sollte und die Vorband Apocalyptica so gegen 19.00 anfangen sollte, ihre Cellos zu quählen.
Mit schnell geschriebener Wegbeschreibung und ohne irgendwelche Landkarten versuchten wir uns daran, die Wuhlheide im weitläufigen Berlin zu finden. Dies gelang uns im Vergleich zum Dezember, als wir Ewigkeiten das Velodrom gesucht hatten,
ganz gut. So gelangen wir so gegen 17.30 dort an, und folgten der erst besten Ausschilderung zu Parkplätzen.
Dort stand dann auch gleich ein netter Herr, der 3 € für die Parkberechtigung sein Eigen von uns nennen wollte.
Er meinte, dass sei ein bewachter Parkplatz, und Tatsache, nach dem Konzert so gegen 23.00 saßen die immer noch da, und haben schön auf unser Auto aufgepasst, und nicht hingegen unserer Befürchtung im Laufe des Abends ihre Kumpels angerufen,
die semtliche Autos auf diesem "bewachtem" Parkplatz auf gewinnbringende Autoradios überprüfen.
So haben wir noch fix 2 Flaschen warme Berliner-Bierplüre von den Parkplatzbewachern erstanden und die gut 2 km Fussmarsch zur Wuhlheide angetreten. Unmittelbar vor der Wuhlheideanlage lieszlig;en wir noch andere Parkmöglichkeiten hinter uns,
die sogar teilweise kostenlos waren, aber dafür unbewacht ;o) An den Eingängen trafen wir dann eine beachtiche Menge an wartenden Menschen an, aber ein Ordnerfuzzi leitete ein Teil der Menschenmassen, somit auch uns, zu einem weiteren Eingang, wo es dann auch recht fix ging.
Da jegliches Fotografieren mal wieder netterweise verboten war, da die Herren von Rammstein wohl was besseres sind und man als Erinnerung an so ein Erlebnis anscheinend gegen bahre Münze zahlen sollte, musste ich zusehen, mal wieder meine Schnip-Schnap an den Ordnern vorbei zu bekommen.
Die Leibesvisitation war aber recht oberflächerlich und den Ersatzfilm, den ich in Panik nirgends zu verstecken wusste, hielt ich einfach in meiner Hand, was die Nasen nicht bemerkt hatten. Also alles bestens, Kamera war drin!
So checkten wir erstmal das Merchandising ab, und der Rammstein-Gürtel, der im Internet 14 € kostet, sollte dort 20 € kosten, na schönen Dank auch... Bei aller Liebe zu dieser Band, einige Maßnahmen sowie Preise sind echt daneben. Noch ein Beispiel? Wir sind dann runter vor die Bühne, um uns einen
recht guten Platz zu sichern, und Michael ist dann nochmal drauflos, um uns 2 Bierchen zu holen, zur%uuml;ck kam er dann aber nur mit einem, da er fü 2 Bier 10,40 € hätte zahlen müssen, da es nette Plastikbecher mit Rammsteinbildchen gab...und dafür 2 € pro Becher Pfand.
Gegen 18.30 ging es dann los, die Supports Apocalyptica betraten die Bühne. Bei recht guter Stimmung gaben sie teilweise alte Rockklassiker mit ihrer eigenen Version zum Besten. Nach dem sie ihr Set beendet hatten, verkürzte sich das Publikum die Zeit mit Laola! Das hatte ich auf einem Konzert ja noch nie erlebt, was man
sonst nur aus dem Fussballstadium kennt. Ein stimmungsvoller Abend deutete sich an, super! Der Umbau war schnell erledigt, und während die Sonne noch ein Viertel der Wuhlheide durchflutete, sollte es schon los gehen.
Das Intro erklang und die Crewmitglieder in Hemd und Krawatte, bewaffnet mit Taschenlampen erschienen vor dem schwarzen Vorhang. Sie leuchteten in dasPublikum und schon deutete sich das erste Stück "Reise, Reise" an, der schwarze Vorhang fiel
unter tosendem Applaus, die Gitarrischten Richard und Paul schwebten von der ersten Etage der Bühnenkonstruktion gen Boden und schon kam Sänger Till durch die Schiebetür, um die ersten Gesangpassage anzugehen, wobei von der ersten Zeilen nix zu hören war, da sein Micro noch keinen Saft hatte.. Erfreulicherweise schien Herr Lindemann
seit dem Ablegen der Montur für das Video zu "Keine Lust" auch einige Pfunde verloren zu haben, was ihn gleich wieder dratiger und agieler aussehen ließ. Neben uns, im Publikum stand übrigens ein Vater mit seinen 2 Kindern, die Tochter so schätzungsweise 13 und
der Sohn, der auf den Schultern seines Vaters hockte, ca. gerade mal 10 Jahre, der wie parallelisiert nach vorne starrte. Die Frage ist nur, ob eine Rammsteinshow tatsächlich was für Zuschauer dieses Alters ist, gerade auch im Hinblick auf die Performance zu "Mein Teil". Ich denke wohl nicht,
aber das entscheidet der Vater ja leider für sich. Bei dem ganzen Geschreibe von irgendwelchen Journalisten, dass Rammstein ja nun endgültig beim Pop und der Massentauglichkeit angekommen sind, so sollte doch mal geschaut werden, ob Fans solchen Alters tatsächlich in ein Konzert von Rammstein gelassen werden.
Und nochmal kurz zur Massentauglichkeit. Es ist tatsächlich faszinierend, wie breit und bunt das Publikum von Rammstein 2005 ist. Der große Teil an schwarzen Gothiks 1997 stellt nur noch eine Minderheit dar, und auch gerade die vereinzelten Kurzhaargrüpchen, sind heute garnicht mehr zu sehen.
Rammstein sind 2005 wirklich im Herzen der Bevölkerung angekommen, vom Alter von 15-65 reichend, ob nun der begeisterte Vater mit seinem Sohn, ganz viele Normalos, mit unzähligen T-Shirt Variationen, und vor allem viel mehr Frauen und Mädels als noch vor Jahren und sogar Besucher aus Spanien und England.
Noch mal kurz zu den T-Shirts. Ich habe keinen anderen gesehen, der außer mich ein "Bück dich"-T-Shirt trug, was auch einige Konzertbesucher mir quitierten mit "Büüück diiiich!!!" Angröhlereien und der eine wollte schon seine Hose öffnen...man war ich schnell wieder weg da...!
Zurück zum Konzert, Rammstein stehen ja immer noch auf der Bühne... Das zweite Lied sollte "Links" sein, worauf wir das Hin und Her nuzten, um noch weiter nach vorne zu gelangen, und schon war der Michael mit seinen schäTzungsweise 150 cm auch wieder weg und nicht mehr zu finden. Ich hatte mir meinen Platz
so ca. 4 m von der Absperrung entfernt erkämpft und begann munter das Fotografieren. Zu "Feuer frei" wurde wieder gezündelt was das Zeug hält, und zu "Mein Teil" kam Till wie gewohnt blutverschmiert auf die Bühne, im Schleptau einen riesen Kochtopf, in dem sich Keyboarder Flake befand, und welcher sodann mit Flammenwerfer ordentlich
eingeheizt wurde. Im Unterschied zum Dezember war an der Schiebtür, durch die Till immer wieder kam, ein rosa Vorhang in Form einer riesen Muschi...wie man sich immer so nen Scheiss ausdenken kann :o) Weiter ging es mit dem von mir wenig geliebten "Morgenstern", gefolgt von "Stein um Stein", bei dem der Refrain beeindruckend von den Fans mitgesungen wurde.
Weiter ging´s mit dem puristischen "Los", wobei Flake seine Schenkelklopfer machte und schließlich sein Keyboard zerschlug und ins Publikum warf. Als nächstes folgte die Premiere des Songs "Benzin" des nächsten Albums, welches mit meterhohen Feuerflammen begleitet wurde, welches aber mussikalisch aber eher eintönig war.
Auch Klassiker wie "Du hast" und "Du riechst so gut" wurden erfreulicherweise geboten, da aber Herr Lindemann diese Songs schon ein paar Jahre zu viel live singen musste, hat er den größten Teil die Fans singen lassen, was aber auch nicht schlimm war, denn textsicher sind die Fans ja natürlich alle.
Mitten im Konzert spuhlte auf einmal unerwartet mein Fotoappearat den Film zurück, da ich ja nen 24er anstatt nen 36er Film mitgenommen hatte, was ich ganz vergessen hatte. So konnte ich leider nach der Hälfte des Konzerts nicht mehr weiter fotografieren, gerade auch schade, weil erst allmählich die Feuer- und Lichteffekte zur Geltung kamen, da es nun langsam dunkel wurde.
Weiter ging es mit Stück "Sehnsucht", welches wie eh und je einfach geil rockt, gefolgt von "Amerika", mit jeder Menge rot, blau, weissem Konfetti. Danach entschloss ich mich, das Ganze mal nicht von direkt vor der Bühne zu beobachten, sondern von den weitentferten Rund. Das Intro zum Song "Rammstein" machte sich im Rund der Wuhlheide breit und ich war nicht schlecht beeindruckt, wie das Ganze mal von weitem aussah.
Bei den folgenden Liedern wanderte ich in den Rängen immer mehr zu Mitte, bis ich zentral stand, wo mich die Stimmung förmlich umhaute. Bei "Ich will", egal wohin man sah, nur Leute die abgingen, die Hände hochhielten und klaschten, und den Textpassagen von Till mit "Wir hören dich!" antworteten. Geil !!! Wenn 1998 der Band auch die Stimmung hier in der Wuhlheide eigentlich zu verhalten war, für die Aufnahme der Live-DVD
"Live aus Berlin", dann hätten sie mal an diesem Wochenende die Kameras und Mikrofone zücken sollen, es hätte sich gelohnt!
Es folgte noch "Ohne dich", in Begleitung mit den Streichern von Apocalypica, sowie das Finale mit dem englischen "Stripped", wobei sich Bassist Oli widerum mit einem Schlauchboot über die Köpfte der Zuschauer auf Reise beging. Das Konzert war zu Ende, und Raketen jagten hinter der Bühne in der Wuhlheide gen Himmel.
Ich machte mich auf den Weg zum Auto, aber erst, wie ich später erkannte, in die falsche Richtung. Ich war einfach der Masse gefolgt, aber die wollten alle zur Strassenbahn...Am Auto angekommen, kam 15 min später auch Michael, glücklich, aber mit aufgerissener Hose und einem Brillenglas weniger :-)
Noch ab zum Dönermann und schließlich rausgefunden aus Berlin, sind wir so ca. um 2:00 in WOB-Town angekommen. Empfangen wurden wir aufmerksamerweise von einer Polizeisteife, die mich wegen meiner Schlangenlinien anhielt...hä? Meinen Führerschein hatte ich wie immer nicht dabei, was aber auch nix machte, Personalausweis gezeigt, und Personalien gecheckt, und schon konnte es weiter nach Hause gehen.
Den nächsten Tag fielen mir dann an meinen Waden Einschusslöcher auf, 5 an der Zahl, wohl von irgendeinem Honk, der Spikes um die Beine trug... naja, auf sowas könnten die Einlasskontrollen ruhig auch mal achten, denn es ist nicht das erste Mal, dass ich Wunden von solchen Dingern auf Konzerten davon getragen habe...
Äh ja, Resùmee nach dem Ganzen, trotz einiger kleiner Meckereien: Es hat sich gelohnt, ein unvergesslicher Abend Rammstein live, 20 € weniger für die Karte bezahlt, was will man mehr? (außer das die Karten von Haus aus wieder weniger kosten... :o) )
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FEUERENGEL 09.07.2005 VINSTEDT BEI UELZEN
An einem Samstag ging es nun zum dritten Mal für mich zum Bikertreffen bei Uelzen, die Rammstein-Coverband
Feuerengel war wieder mal, insgesamt zum 6. Mal hier zu Gast. Michael und ich trafen früh genug ein, sodass wir
uns locker auch mal die anderen Atraktionen des MC Brenner 83 angucken konnten. Getunte Motorräder und Burn-Outs, sprich
solange aufs Gas treten, und das Rad auch Grund durchdrehen lassen, sodass es ordentlich raucht und irgendwann ein lauter Knall
das Ganze beendet.
Eingeheizt wurden die vielen Bierbauch-Rocker vor der Bühne mit AC/DC- und In Extremo-Musik. Dann sollte es losgehen.
Vor die schöhne Bühnendeko traten 3 Crewmitglieder mit Hemd und Krawatte, ausgerüstet mit Taschenlampen,
ganz wie bei Rammstein. Das Intro erklang, wie bei den großen auch, und Sänger Boris kam auf die Bühne.
Daumen hoch! Man hätte denken können, dass er dem Till seine Bühnenklamotten abgeknöpft hat, um Vinstedt
zu rocken. Die 6 Musiker kamen allesamt blutverschmiert und geschminkt, mit Kostümen aus dem Dunkeln auf die Bretter.
Hit an Hit wurde aneinander gereiht, dabei auch Songs, die mittlerweile live garnicht mehr beim Original zu hören sind:
Wollt ihr..., Herzeleid, Engel, Tier, Mein Herz brennt, Mutter und Adios.
Dieses Mal standen wir in der ersten Reihe, und so konnte ich ungehindert Fotos machen. Leider hab ich so drauflos geknipst, sodass mal wieder
das letzte drittel des Gigs der Fim voll war. Und das sollte sich rächen. Denn es gab noch eine Menge Feuereinlagen, wohl
bis dato auf jedenfall der meiste Aufwand, im Verlgleich zu den Jahren davor. Bei "Mein Teil" standen sie dem Original beinahe in nichts
nach, denn auch die Feuerengel boten einen riesen Kochtopf, in dem der Keyboarder saß, mit einen geilen Brille mit roten
LEDs. Zudem zückte Boris das allererste Mal einen Flammenwerfer, mit dem er auf den Kochtopf schoss, und sodann
ein paar Flamen über die Köpfe des Publikums entsendete. Wow!
Das Publikum war ganz gut drauf, nur noch besser drauf war die Band selbst. Gegen Ende fragte der sympatische Bass-Kolos lied für Lied,
ob wir denn noch Bock auf einen Titel hätten, und wir dann ordentlich schreien sollten. Bei "Moskau" und "Engel" bekam
Sänger Boris sogar stimmliche Unterstützung von weiblicher Seite.
Irendwann sollten die 90 min auch zu Ende sein, und es bot sich, zum Finale des MC Brenner 2005 noch ein Feuerwerk am Himmel.
Jawoll, es hatte sich gelohnt, wie noch nie zuvor, und es bleibt zu hoffen, dass sie nächstes Jahr wieder mit von der Partie sind!
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LETZTE INSTANZ 29.12.2005 MAGDEBURG
Der Weihnachtsbaum war noch besinnlich am leuchten in den eigenen, warmen 4 Wänden, während es draußen schneite. und schon sollte es endlich wieder mal drauf losgehen für ein wenig Krach fürs geneigte Ohr. So zogen Michael, der Bruder meiner Freundin und ich bei kalten Temperaturen und Schneegestöber gen Ostdeutschland. Los ging es mit einem klassischen Fehlstart: So standen wir unten auf dem Parkplatz in der Kälte vor unserem Auto, und kamen nicht rein, da das blöde Schloß eingefroren war. Aber der Mann an sich weiss sich zu helfen und Dank Feuerzeug und Geduld haben wir den Wagen dann doch aufbekommen. So ging es verspätet auf die glatte Strasse. Nach recht kraftraubenden Weg auf der A 2 , da die Verhältnisse der Strasse mir schon recht viel Konzentration abverlangte, waren wir in Magdeburg angekommen, aber noch lange nicht beim Factory. Wir haben zwar die wichtigsten Strassennamen des Weges zum Ziel vom Routenplaner aufgeschrieben, aber nachdem wir uns das erste Mal verfahren hatten, war diese Wegbeschreibung auch hinfällig. Dummerweise hatten wir uns auch nicht den Stadtteil vom Factory gemerkt, sodass wir auf die Hilfe der Einheimischen angewiesen waren. So hangelten wir uns per Nachfragen von Strasse zu Strasse, bis wir schließlich auf dem spärlich gefühlten Parkplatz vorm Factory ankamen. Selbst letzte Meter stellten sich als schwierig heraus, nachdem wir schon am Factory unbemerkt vorbeigefahren waren, da ich den Laden partout nicht erkannt habe (schließlich war ich schon zwei, drei Mal da), da wir dieses Mal von der anderen Seite zum Factory kamen.
Drinnen war auch nicht viel los. Auf der Bühne spielte die Vorband ihr letzten beiden Stücke. Diese schien mir das rockige Gegenstück zum Safrie Duo zu sein, da sie ein instrumentales Stück mit Trommeln zum Besten gaben. Noch ein Bier gezischt und die komfortablen Sanitäreinrichtungen im Keller genossen, sollte es auch schon los gehen. Wir hatten uns einen Platz in der 2. Reihe gesichert, was nun wirklich nicht schwer war...
Der neuer glatzköpfige Sänger Holly der Letzten Instanz kam in schwarzen Gewandt auf die Bühne, doch mit seinem kräftigen Organ ließ er ziemlich schnell meine Skepsis verschwinden. Es war schon verblüffend, wie sich seine Stimme der des unerreichbaren Vorgängers Robin glich. Auch die Bühnenpräsenz des Neuen ließ nichts zu wünschen übrig. Beim Erklingen des 2. Song ließ er sein Gewandt Gewandt sein und stand mit freien Oberkörper nebst ausgefallenen Tattoo in der Magengegend. Seine leicht arrogante Mimik und sein latent schwules Hüftgeschwinge wussten mich zu überzeugen. Mit diesem Neuen kann man wirklich gut leben!
Zum Konzert an sich, denn schließlich gibt es noch 6 andere Musiker im Aufgebot. Auch gut gefallen haben mir die rappend, kreischenden Gesangsparts des Altmitglieds Holly D.
Die Mannen der Letzte Instanz mussten irgendwann im Laufe des Konzertes der überschaubaren Menge an Leuten beichten, dass sie an diesem Abend keine Pyroshow mit im Gepäck hatten. So reihten sie ohne Feuerspektakel Song an Song, wobei mir einige Klassiker fehlten, aber mit der Songauswahl kann man es nie allen recht machen. Die Werke des neuen kommenden Albums waren eher ein wenig am stören, da man sie nur teilweise schonmal per Hörproben im Vorfeld hören konnte. Alles in allem wollte an diesem Abend der Funke nicht so richtig rüberspringen, so vermisste Michael schmerzlich die Möglichkeit, mit anderen vor der Bühne zu poggen.
Ich indes hatte damit zu tun, mich mit meiner bescheuerten Schnip-schnap zu beschäftigen, da sie nie machte, was ich wollte. Und das entäuschende Resultat im Form der entwickelten Bilder soll mir wohl sagen, dass ich diese Kamera besser das letzte Mal mithatte...
Sonst noch irgendwelche Vorkomnisse, über die es sich zu motzen lohnt? :) mhhh, jedenfalls im letzten Drittel des Konzertes wurde die Schar an Leuten gebeten, sich alle auf den Boden zu setzen, worauf die Band eine Akustikversion des Liedes "Love is a shield" zum Besten gab. So gingen die Musiker nach dem Stück von der Bühne, und die Zugaberufe wollten nur sehr beschwerlich kommen. Nach standardmäßigen ca. 90 min war dann Ende und die Band war sicherlich recht froh, diesen Abend hinter sich gebracht zu haben. Wir habe ich letztens im Forum passend zu diesem Abend geschrieben zu lesen: "Die Letzte Instanz hat schon bessere Zeiten gesehen"...doch woran lag es? An der Tatsache, dass es nur eine kleine Zwischendurch-Tour war, da ja schließlich das neue Album plus Tour dazu erst 3 Monate danach starten sollte. Oder hängt´s daran, dass die Band nun schon ihren dritten Sänger sieht? Oder am kalten, schlechten Wetter?
Sei es drum, der Abend war halt irgendwie garnicht gelungen, aber die Tour zum neuen Album im März durch Hannover wird schon entschädigen. Und als ich nach dem Konzert einen Flyer zum baldigen Die Krupps-Gig im Factory in den Händen hielt, war ich mir sicher, dass mein nun leicht gestörtes Verhältnis zum Factory sich zum guten wenden werde.
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